Presseschätzchen des Tages 16.6.2017

Efforts to Rescue Migrants Caused Deadly, Unexpected Consequences

schreibt die New York Times über die Migrationswellen über das Mittelmeer nach Italien. Unerwartet letztlich nur für schlichte Menschen, könnte man anmerken, aber der Artikel enthält interessante Informationen und Darstellungen; er lohnt sich. Natürlich kommt am Ende die für die NYTimes typische Seifigkeit, aber das gehört halt einfach dazu:

All sides agree the solution ultimately lies in Libya and deeper within Africa, where improving conditions and opportunities could prevent people from boarding boats and making the deadly journey.

Die Lösung liegt bei uns; in Afrika liegt sie nicht. Wie sollen sich die Verhältnisse dort ausreichend verbessern, wo jede Frau durchschnittlich 6 Kinder bekommt? Und wie schnell soll das gehen? Welchen Einfluss können wir auf die Geburtenrate nehmen?

Der Artikel stellt grafisch dar, wie sich die Aufnahme von Migranten auf dem Wasser immer näher an die libysche Küste verlagert hat. Damit kann man auch immer simplere Schlauchboote einsetzen.

“There’s no doubt that the situation in Libya is bad enough for thousands and thousands of foreigners and migrants” to flee, said Federico Soda, the director of the Coordination Office for the Mediterranean with the International Organization for Migration.

“It’s really time to start looking at some of the long-term policies,” he added. “Africa and Europe are always going to be neighbors. Movement of people between the two is just a reality of the coming decade.”

Leider endet der Artikel mit diesem Satz. Welche „long-term-policies“ das sind, wurde leider nicht diskutiert. Und ob es „just a reality of the coming decade“ sein wird, hängt von uns ab.

 

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