Presseschätzchen des Tages 27.2.2018

Wenn Trump sagt, er wäre beim letzten Schulmassaker auch unbewaffnet ins Gebäude gelaufen, um den Angreifer zu stoppen, rollt man mit den Augen oder grinst zwischen amüsiert und verächtlich. War ja eine sogar für ihn besonders alberne Nummer. Allerdings… er ist nicht umsonst der weltbeste Troll.

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3. Presseschätzchen des Tages 25.2.2018

Heiko Maas schildert, was er sich unter Heimat vorstellt. „Heimat ist dort, wo das Recht die Freiheit sichert“. Etc. Sein „Verfassungspatriotismus“ und seine eigene Vorstellung von Heimatliebe seien ihm unbenommen, allerdings hat nichts davon etwas damit zu tun, was ich als Heimat empfinde. Heimat ist für mich sinnlich, nicht abstrakt. Die schönen Dinge, die er aufzählt, sind wesentlich für die Frage, ob ich mich in meiner Heimat auch wohlfühle, sie definieren sie aber in keiner Weise, sind weder notwendige noch hinreichende Bedingungen. Sie sind ja auch in anderen Ländern gegeben, die eben nicht meine Heimat sind.

Im Übrigen tragen sein Handeln, das Handeln der SPD und der CDU dazu bei, eben genau jene Werte, von denen er spricht, zu gefährden. Und von Recht und Gesetz sollte gerade dieser Justizminister schweigen.

Aber letztendlich geht es ihm ja auch nur darum, den Begriff Heimat zu zerreden.

2. Presseschätzchen des 25.2.2018

Auf das altkommunistische Jacobin-Magazin hatte ich schon einmal verlinkt. Standpunkt, Haltung und Perspektive sind zwar generell klar, halten die Autoren aber oft nicht von informativen und von intellektueller Redlichkeit geprägten Artikeln ab. So wie von diesem hier über die Wiederwahl des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman.

Schätzchen des Tages 25.2.2018

Eine kluge und sehr temperamentvolle Frau sowie ein kluger Mann mit einer Art Fistelstimme-mit-Frosch-im-Hals debattieren die Postmoderne, und wer noch ein wenig geistigen Hunger verspürt, der wird daran seine Freude haben, auch wenn er die Dinge ganz anders sieht. Hauptsache, man kommt damit klar, wenn Leute sehr viel und sehr schnell reden. Jordan B. Peterson und Camille Paglia.

Presseschätzchen des Tages 25.2.2018

Russiagate ist eine der großen Schwachsinnswolken unserer Tage. Nun stieß ich auf diesen Artikel, der in Frage stellt, dass die von Robert Mueller angeklagten* Russen überhaupt irgendeine Einflussnahme an sich beabsichtigt hatten. Schließlich ging es um alle möglichen Themen, für Trump und gegen Trump und die Facebook-Ads wurden zum großen Teil erst nach der Wahl geschaltet. Stattdessen habe es sich um eine kommerzielle Clickbait-Operation gehandelt. Siehe dazu auch diesen älteren Beitrag auf der gleichen Website. Für mich klingt das erst einmal ziemlich plausibel. Ich würde mir wünschen, die deutschen Medien würden dieser Frage einmal nachgehen, anstatt die Wolke weiter mit Rauch und Nebel und Schwachsinn zu befüllen. Aber da kann ich lange warten.

*“indicted“; dafür gibt es im Deutschen keine Entsprechung, weil das Rechtsinstitut bei uns nicht existiert.