Schätzchen des Tages 25.9.2017

Electric Octopus – Driving under the Influence of Jams. Unter einem anderen Album von ihnen merkte ein Youtube-Kommentator an „70 minutes of guitar noodling“, was abwertend gemeint war. Die Charakterisierung ist nicht unzutreffend, hier sind es sogar fast 4 Stunden, aber mir gefällt’s, besonders zum Arbeiten.

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Anmerkungen zum Wahlabend 24.9.2017

Ist es nicht bemerkenswert, dass die CDU/CSU um 8,5% auf ihr schlechtestes Ergebnis der bundesrepublikanischen Geschichte abstürzt und Merkel einfach weitermacht? Und bisher niemand aus der Partei murrt oder den Mund verzieht? Ist von dieser Partei eigentlich immer noch Substanz übrig?

Allerdings: die Dinge funktionieren solange, bis sie es eben nicht mehr tun. Der Zeitpunkt kommt. Merkel wird 2020 nicht mehr Kanzlerin sein.

Metkel hätte wirklich gerne mit der SPD weitergemacht. Zu beneiden ist sie nicht mit der Aufgabe, eine Vier-Parteien-Koalition zu schmieden. Ihre bisherigen Methoden werden nicht mehr funktionieren.

Schulz ist mit diesem Ergebnis wirklich ein Stein vom Herzen gefallen. Er blüht ja richtig auf.

Wenn die CSU sich jetzt die Aussetzung des Familiennachzugs abhandeln lässt, dann… ach, man kann es sich kaum vorstellen, wie sie es tun könnten, aber niemanden würde es überraschen.

Die wichtigste Aufgabe der FDP ist es, die Schuldenunion zu verhindern. Tut sie es, hat sie sich ihre Prozente schon verdient.

 

Schätzchen des Tages 24.9.2017

„Se viver non degg’io“ aus der Oper Mitridate, re di Ponto von Mozart, meisterhaft gespielt von Andreas Ottensamer und Emmanuel Pahud. Max Goldt wollte ja einmal allen Flötenspielern ein Schild um den Hals hängen mit der Aufschrift „ich darf hier leider nicht herumpiepen“. Ich plädiere für eine Ausnahme. Für einen Klarinettisten sieht Ottensamer übrigens bemerkenswert unangestrengt aus, das ist ja nicht immer so.

Schätzchen des Tages 23.9.2017

Virtuosen-Bravourstücke für Violine.

Eindrucksvoll spielt die mir bisher unbekannte Chloë Hanslip La Ronde des Lutins (der Tanz der Kobolde) von Antonio Bazzini.

Nicht weniger eindrucksvoll ist die Darbietung von Leonid Kogan mit Nel cor piú non mi sento von Niccolo Paganini.

Besonders begeistert mich allerdings die für meinen bescheidenen Geschmack – und sicherlich begrenzten Horizont – technisch beste Geigerin der Welt, Hilary Hahn, mit dem im Vergleich zunächst vielleicht gar nicht so aufwendig klingenden Erlkönig von Heinrich Wilhelm Ernst.

 

 

Nachtrag: La Ronde des Lutins hier noch einmal von David Garrett, mindestens 10% schneller gespielt. Eine Spielerei/Angeberei, aber wer kann, der darf auch.